Klimafreundliche Sparanlagen

Sie sind selten, aber es gibt sie: Sparanlagen, mit denen man das Klima schützen kann. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Marktübersicht des Projektes „Klimafreundliche Geldananlage“ der Verbraucherzentrale Bremen: Immerhin 49 Banken und Sparkassen bieten momentan klimafreundliche Sparanlagen an.

Alle Angaben und Informationen beruhen auf Selbstauskünften der Kreditinstitute und eigenen Recherchen. Angeschrieben wurden über 1.100 Volks- und Raiffeisenbanken, mehr als 400 Sparkassen und Landesbanken sowie mehr als 100 Privatbanken; darunter 13 Banken, die sogenannten alternativen und kirchlichen Banken, die ihre gesamte Geschäftspolitik nach eigenen ökologischen, ethischen und sozialen Kriterien ausrichten.

Auf Grundlage dieser Informationen wurden die Angebote auf ihre Klimafreundlichkeit hin untersucht. Die Konditionen, wie Laufzeit und Verzinsung wurden ebenfalls erfasst. Es handelt sich bei allen aufgeführten Produkten um Sparanlagen wie zum Beispiel Tagesgelder,Sparbücher, Sparbriefe oder Ratensparverträge. Bei diesen Finanzprodukten ist der Verbraucher durch die gesetzliche Einlagensicherung vor dem Verlust seines Geldes bis zu einem Betrag in Höhe von 100.000,00 Euro geschützt.

Das Ergebnis: Angebote klimafreundlicher Sparanlagen finden Verbraucher bei einigen Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken. Hier ist die Mittelvergabe zweckgebunden, und die Gelder fließen zum Beispiel in Erneuerbare Energien oder in die energetische Gebäudesanierung. Allerdings sind sie oft regional und zeitlich begrenzt. Außerdem: Um das Klima zu schützen, sind nicht nur Investitionen in Erneuerbare Energien oder in Bemühungen zur Verbesserung der Energieeffizienz nötig, es darf auch kein Geld mehr in klimaschädliche Branchen wie die Öl- und Kohleindustrie fließen. Investitionen in diese Bereiche schließen bisher nur die alternativen Banken (EthikBank, GLS Gemeinschaftsbank, Triodos Bank und Umweltbank) sowie die kirchliche KD-Bank aus.

Neben den sicheren klimafreundlichen Sparanlagen bei Kreditinstituten gibt es weitere klimafreundliche Finanzprodukte, die allerdings auch risikoreicher sind. Dies sind zum Beispiel Investmentfonds, Aktien, Anleihen, Genussscheine oder Unternehmensbeiteiligungen.

Quelle:VBZ Bayern

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