Peires AG-katastrophale Bilanz-nicht gedeckter Fehlbetrag 7.960.543,43

Mit Einladung im September 2011 zur außerordentlichen Hauptversammlung hat der Vorstand das Bestehen eines Verlustes in Höhe der Hälfte des Grundkapitals nach § 91 Abs. 1 AktG unverzüglich mitgeteilt. So kann man es in der im Februar hinterlegten Bilanz nachlesen, aber auch die gesamte Bilanz liest sich dann für die Aktionäre möglicherweise wie ein „Horror Roman“.

Peires AG

Leipzig (vormals: Bayreuth)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz

AKTIVA

31.12.2015 31.12.2014
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 4,00
II. Sachanlagen 13.840,00 18.041,00
III. Finanzanlagen 965.193,30 865.193,30
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 760.000,00 1.021.237,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.402.330,12 1.926.331,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 758.981,60 824.697,51
C. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 7.960.543,43 7.240.258,76
SUMME Aktiva 11.860.892,45 11.895.762,99

PASSIVA

31.12.2015 31.12.2014
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.750.000,00 2.750.000,00
II. Kapitalrücklage 3.046.400,00 3.046.400,00
III. Gewinn- und Verlustvortrag -13.036.658,76 -11.937.158,12
IV. Jahresfehlbetrag -720.284,67 -1.099.500,64
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 7.960.543,43 7.240.258,76
VI. buchmäßiges Eigenkapital 0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 499.094,00 442.234,00
C. VERBINDLICHKEITEN 11.360.681,04 11.453.528,99
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.117,41 0,00
SUMME Passiva 11.860.892,45 11.895.762,99

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Peires AG, Leipzig wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist das Unternehmen eine kleine Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 150,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen sind mittels versicherungsmathematischem Bewertungsverfahren für die Bestimmung der Rückstellungsverpflichtung errechnet. Als Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln RT 2005 G von Prof. Dr. K. Heubeck verwendet. Der Bewertung zum Bilanzstichtag liegt ein Zinssatz von 3,89% zugrunde. Anwartschafts- und Rententrend waren nicht zu berücksichtigen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Abschreibungen auf den niedrigeren zukünftigen Wert bei Gegenständen des Umlaufvermögens

Zur Verhinderung von zukünftigen Wertschwankungen wurden auf Gegenstände des Umlaufvermögens Abschreibungen auf den niedrigeren zukünftigen Wert vorgenommen. Die Abschreibungen betragen EUR 261.237,26. Die Abschreibung wurde für das Grundstück Essen, Geschwister- Scholl Str. 10-22 vorgenommen. Das Grundstück wurde im Folgejahr zu einem Preis von 760.000 EUR veräußert.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden Beträge für noch nicht vereinnahmte Forderungen erfasst.

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

– Jahresabschlusskosten

– ausstehende Rechnungen

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurden versicherungsmathematische Bewertungsverfahren angewendet. Die Pensionsrückstellung wurde gebildet für die gegenüber einem im Jahr 2010 ausgeschiedenen Vorstand erteilte Pensionszusage. Eine Saldierung gem. § 246 Abs. 2 HGB wurde vorgenommen. Der Erfüfflungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt 745.340 EUR, der beizulegende Zeitwert der verrechnten Vermögensgegenstände beträgt 279.446 EUR.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 3,89 %

erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %

zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck

Aufgliederung der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit < 1 und > 5 Jahre

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit < 1 Betrag
EUR
Restlaufzeit >5 Betrag
EUR
Anleihen 1.027.000,00 0,00
gegenüber Kreditinstituten 571.327,06 0,00
erhaltene Anzahlungen 760.000,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 118.827,84 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.778.172,05 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 7.105.354,09 0,00
davon aus Steuern 3.540,90 0,00
davon im Rahmen sozialer Sicherheit 337,68 0,00
Summe 11.360.681,04 0,00

Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen

In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.

Erläuterung der außerordentlichen Erträge

Beim ausgewiesenen Betrag der außerordentlichen Erträge handelte es sich um einen mit Vertrag vom 26. Mai 2015 vereinbarten Forderungsverzicht mit Besserungsabrede mit einem Gläubiger.

Gewinn aus Ergebnisabführungsverträgen

Der Gewinn aus Ergebnisabführungsverträgen beträgt im Geschäftsjahr 91.931,26 EUR und stammt aus aus der 1. DE Vermögensverwaltung GmbH.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Name: Dipl.- Kfm. Jochen Pooten Funktion: Vorstand

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Name: Dipl.- Kfm. Jochen Pooten Funktion: Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Name: Herr Norbert Ketterer, Kaufmann, Wollerau / Schweiz

Name: Herr Thomas Kunze, Immobilienökönom, Leipzig

Name: Herr Tomas Suter, Chief Financial Officer, Zürich Schweiz

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
EUR
Verbindlichkeiten 7.034.644,32

Die Angaben beinhalten nicht diejenigen Beträge, die den Geschäftsführern zuzurechnen sind.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe
EUR
Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
CWI Consult GmbH 25.000,00 529,59 -355.256,72
CWI Immobilien AG 506.850,00 174.894,48 216.352,63
8. CWI Wohnen GmbH 23.500,00 -57.746,42 121.154,88
9. CWI Wohnen GmbH 25.000,00 6.418,97 147.649,51
10. CWI Wohnen GmbH * 25.000,00 -16.246,38 -208.045,53
CWI Vertreibs GmbH 25.000,00 -499,48 18.966,39
12. CWI GmbH & Co KG 1.000,00 22.762,36 -49.957,06
Objektgesellschaft Leipzig Taucha GmbH 25.000,00 67.792,12 422.431,82

* Werte aus dem Vorjahr

Anzeige nach § 92 Abs. 1 AktG

Mit Einladung im September 2011 zur außerordentlichen Hauotversammlung hat der Vorstand das Bestehen eines Verlustes in Höhe der Hälfte des Grundkapitals nach § 91 Abs. 1 AktG unverzüglich mitgeteilt.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde noch nicht festgestellt.

Der Jahreabschluss wurde zur Wahrung der gesetzlich vorgeschriebenen Offenlegungsfrist vor der Feststellung offengelegt.

 

Leipzig, den 29.11.2016

Gez. Jochen Pooten

Kommentar hinterlassen