Köpping Reedereigesellschaft MS „Lantau Bee“ mbH & Co. KG-miese Bilanz Herr Köpping

Ein nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditisten von über 11 Millionen Euro in der Bilanz, spricht dann natürlich eine deutliche Sprache.

Köpping Reedereigesellschaft MS „Lantau Bee“ mbH & Co. KG

Schülp

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz

Aktiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen 5.932.705,27 6.322.955,27
I. Sachanlagen 5.931.728,00 6.321.978,00
II. Finanzanlagen 977,27 977,27
B. Umlaufvermögen 239.887,48 219.201,44
I. Vorräte 89.832,02 81.553,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 147.914,51 133.742,01
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.140,95 3.905,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.419,13 31.829,23
D. nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil Kommanditisten 11.540.015,66 10.707.426,64
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.755.027,54 17.281.412,58

Passiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Kapitalanteil Komplementär 0,00 0,00
II. Kapitalanteile Kommanditisten 0,00 0,00
B. Rückstellungen 126.522,20 240.207,00
C. Verbindlichkeiten 17.628.505,34 17.041.205,58
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.755.027,54 17.281.412,58

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Personenhandelsgesellschaft gemäß § 264a i.V.m. § 267 Abs. 1 HGB auf. Die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 274a und 288 HGB wurden bei der Aufstellung des Jahresabschlusses in Anspruch genommen.

Die Köpping Reedereigesellschaft MS „Lantau Bee“ mbH & Co. KG hat ihren Sitz in Schülp und ist beim Amtsgericht Kiel unter HRA 5745 KI eingetragen.

Infolge der durch das BilRUG geänderten Vorschriften des HGB sind die Umsatzerlöse 2016 nicht mit denen in 2015 vergleichbar, da sonstige betriebliche Erträge in die Umsatzerlöse umgegliedert wurden. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Umsatz­erlöse in Höhe von EUR 2.742.178,39 ausgewiesen. Unter Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB n.F. wären im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse von EUR 2.758.362,24 ausgewiesen worden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesellschaftsvertrages zu beachten.

Der Jahresabschluss wurde nach dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt, obwohl angesichts der aktuellen Lage auf den Chartermärkten die Fortführung der Gesellschaft nur dann gewährleistet ist, wenn die finanzierende Bank der Gesellschaft einer Restrukturierung des Schiffshypothekendarlehens zustimmt, gegebenenfalls eine Verlängerung der Stundung für die Rückführung des Schuldsaldos aus dem gekündigten Kontokorrentkredit und der für 2017 offenen Zinszahlungen gewährt und die Regelung in Ziffer 9.8 der „Allgemeinen Bedingungen für Schiffsfinanzierungen“ weiter aussetzt.

Das Sachanlagevermögen (Seeschiff) wurde mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Der Schrottwert wurde mit EUR 1.281.150,00 angesetzt. In 2013 wurden außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von EUR 4.778.963,00 vorgenommen. Aufgrund von neuen Erkenntnissen wurde in 2014 die Nutzungsdauer des Seeschiffes von bisher 12 Jahren auf 20 Jahre angepasst.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungs­nebenkosten angesetzt.

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten (grundsätzlich zum Nennwert) bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen wurden nach Erfahrungswerten und – soweit möglich – berechenbaren Grundlagen bemessen.

Für die Verbindlichkeiten wurde der Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten enthält Forderungen gegen Gesellschafter i.H.v. EUR 3.108,28 (Vorjahr: EUR 0,00).

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten haben EUR 628.218,27 (Vorjahr: EUR 492.343,75) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und EUR 17.000.287,07 (Vorjahr: EUR 16.548.861,83) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten haben EUR 16.132.259,07 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Von den Verbindlichkeiten sind EUR 17.319.390,65 durch eine erstrangige Schiffshypothek i.H.v. USD 21.400.000,00 sowie Abtretung der Charter- und Versicherungsansprüche gesichert.

Der Posten enthält Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.H.v. EUR 212.715,68 (Vorjahr: EUR 195.677,53).

IV. Sonstige Pflichtangaben

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hat zur Absicherung von Zinsrisiken aus einem variabel verzinslichen Darlehen ein Zinssatzswapgeschäft abgeschlossen. Zusammen mit dem Grundgeschäft liegt folgende Bewertungseinheit (Microhedge mit Laufzeit- und Volumenkongruenz) vor, die nach der sogenannten Einfrierungsmethode bilanziert wird:

Grundgeschäft: USD 8.536.082,65 (Stand am 31.12.2016, verringert sich mit Tilgung; Laufzeitende: 10. Februar 2017); Sicherungsbetrag: USD 8.536.082,65.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im November 2018 sind Klassearbeiten fällig. Die Aufwendungen belaufen sich voraussichtlich auf ca. EUR 474.338,30 (USD 500.000,00 zu 1,0541).

Anzahl der Mitarbeiter

Eigene Mitarbeiter werden nicht beschäftigt.

Schülp, den 18.10.2017

gez. Jörg Köpping, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 18.10.2017 festgestellt.

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