Angebot und Nachfrage, schon mal was davon gehört Herr Markus Stillger von der MB Fund Advisory GmbH

Sehr geehrter Herr Stillger,

mal ehrlich, was soll die gespielte Empörung gegenüber einem „Herrn Müller“, der Kaufangebote für Anleihen macht? Irgendwie haben Sie keine Ahnung von „freier Marktwirtschaft“, denn es bestimmen nun einmal Angebot und Nachfrage den Preis, den man erzielen kann, egal für welches Produkt.

Herr Müller macht den Zeichnern der Anleger ein Angebot; das ist doch völlig in Ordnung. Damit ist doch keinesfalls gesagt, dass der Kunde auf das Angebot auch eingehen und es annehmen muss.

Sie und ich können doch niemanden vorschreiben, was jemand mit seiner Anleihe macht. Wenn der Kunde die für „Müllers Preis“ verkaufen will, warum nicht. Machen Sie doch, anstatt den Mund aufzureißen, dem Käufer ein Gegenangebot zum von Ihnen benannten aktuellen Kurs. Konkurrenz belebt doch das Geschäft, wie man so schön sagt.

Die Angebote von Herrn Müller aber  mit der Überschrift „Nepper, Schlepper Bauernfänger“ zu versehen, ist dann schon ein starkes Stück, welches ich mir an Stelle von jenem Herrn Müller, den ich übrigens nicht kenne, dann nicht gefallen lassen würde.

Vielleicht kennen Sie, verehrter Herr Stillger vom Unternehmen MB Fund Advisory GmbH, dann auch den Begriff und die Mechanismen der „freien Marktwirtschaft“ nicht so richtig. Nehmen Sie doch da einmal Nachhilfe an einem Wochenende.

Vielleicht kennen Sie aber auch den Artikel und die Überschrift dann so nicht, dann sollten Sie schnell sehen, dass Ihr Name da herauskommt aus solch einem „disqualifizierenden Artikel“.

Nochmals Herr Stillger, wir kennen Herrn Müller nicht, der diese Angebote unterbreitet, aber wir halten das für völlig legitim aus den genannten Gründen.

Vielleicht ist es durchaus besser, dass Sie sich mal verstärkt um Ihre eigene Firma kümmern, denn die letzten Jahresergebnisse lassen dann doch zu wünschen übrig. Aber ich wette, da sind Sie dann anderer Meinung, wie ich bei Ihrem Statement zu den Anleihekaufangeboten von Herrn Müller.

MB Fund Advisory GmbH

Limburg a. d. Lahn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz

Aktiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen 2.500.542,73 2.606.250,94
I. Sachanlagen 64.366,00 119.131,00
II. Finanzanlagen 2.436.176,73 2.487.119,94
B. Umlaufvermögen 476.291,95 262.504,64
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 219.222,57 210.626,99
II. Wertpapiere 44.570,50 40.240,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 212.498,88 11.637,65
Bilanzsumme, Summe Aktiva 2.976.834,68 2.868.755,58

Passiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital 665.525,56 702.527,45
I. gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
1. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 25.000,00 25.000,00
2. eingefordertes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 677.527,45 490.768,38
III. Jahresfehlbetrag 37.001,89 -186.759,07
B. Rückstellungen 964.126,59 847.353,35
C. Verbindlichkeiten 1.347.182,53 1.318.874,78
Bilanzsumme, Summe Passiva 2.976.834,68 2.868.755,58

1.1 Allgemein

a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen:

Die MB Fund Advisory GmbH hat ihren Sitz in Limburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Limburg unter HRB 3588 eingetragen.

b) Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der MB Fund Advisory GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB auf.

Gemäß § 264 Abs. 1 Satz 1 HGB ist für Kapitalgesellschaften der Anhang „Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses“, der denselben Prüfungs- und Offenlegungspflichten unterliegt wie die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung.

Der Anhang besteht aus folgenden Angaben, soweit im Jahresabschluss keine Angaben erfolgten:

– Angaben zum Jahresabschluss insgesamt

– Angaben über Ansatz und Bewertung von Posten der Bilanz

– Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses

– Aufgliederung und Erläuterung von Posten der Bilanz

– Sonstige Angaben

1.2 Gliederung und Darstellung

Die Bilanz wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs-und Bewertungsgrundsätzen nach den für kleine Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 265 Abs. 1 S.2 HGB, 266 HGB aufgestellt.

1.3 Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

a) Angabe und Begründungder gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung

Die Form des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

1.4 Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

a) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

· Ausleihungen zum Nennwert,

· sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend den steuerlichen Regelungen nach dem folgenden Verfahren durchgeführt: Projected-Unit-Credit-Method (Anwartschaftsbarwertverfahren). Die Ermittlung erfolgte gemäß § 253 HGB mit den folgenden Berechnungsparametern: © Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck; Rechnungszinsfuß von 6% p.a.

Die Pensionsrückstellungen betragen € 940.303.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

b) Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

1.5 Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

a) Derivative Finanzinstrumente

a) Allgemeines

Für die zur Anlagenfinanzierung eingesetzten variabel verzinslichen Darlehen wurden jeweils Zinssicherungsgeschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten abgeschlossen.

b) Angaben zu Art und Umfang sowie beizulegendem Zeitwert

Als derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich Zinssatz-Swaps mit unterschiedlichen Laufzeiten eingesetzt.

Die dem zugrundeliegenden Darlehen (Grundgeschäfte) sind unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Als Basiszinssatz findet der 1-Monats-EURIBOR Anwendung.

Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert auf Basis aktueller Marktdaten unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden und wurde durch das Kreditinstitut ermittelt:

Nr. Zinsderivat Nr. beizulegender Zeitwert = Marktwert Fixing: 31.12.2016 Bezugsbetrag Anfangsdatum Enddatum
1 IRS 1667 -68.200 € 500.000,00 € 10.12.2014 12.12.2044

c) Angaben zu variabel verzinslichen Darlehen (Grundgeschäfte)

Nr. Kreditinstitut Darlehen (Grundgeschäft) Anfangsdatum Enddatum
1 Hauck & Aufhäuser 11103/11103-03 10.12.2014 unbefristet

b) Eigenkapital

Die Bilanz wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

c) Pensionsrückstellungen

Die Berechnung des handelsrechtlichen Verpflichtungsumfanges beim Trägerunternehmen wurde auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG – BGBI I Nr. 27 vom 28.05.2009, S. 1102) durchgeführt.

d) Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 847.182,53 (Vorjahr: € 818.874,78). Darin enthalten sind € 5.483,08 (Vorjahr: € 3.052,50) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter-Geschäftsführern.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt wie im Vorjahr € 500.000. Dieser Betrag ist durch Pfandrechte gesichert.

e) Nicht bilanzierte sonstige finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von € 34.105,31 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing und Wartungsverträgen.

Bei dieser Bewertung wurden die Miet- u. Leasingverträgen mit der tatsächlichen Restlaufzeit nach dem Bilanzstichtag bewertet. Damit wurde der Zeitraum herangezogen, den die Gesellschaft ernsthaft zur Erfüllung der Verpflichtung in Aussicht nimmt.

Die Restlaufzeit liegt zwischen 8 und 38 Monaten.

1.6 Sonstige Pflichtangaben

a) Feststellung und Genehmigung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 27. November 2017 ordnungsgemäß festgestellt. Den Geschäftsführern wurde für das Jahr 2016 Entlastung erteilt.

b) Unterschrift der Geschäftsleitung

Limburg, 27. November 2017

Herr Markus Stillger

Herr Armin Stahl

Herr Thilo Müller

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