Bilanzielle Überschuldung ; Cinezeta Internationale Filmproduktionsgesellschaft mbH & Co. 1. Beteiligungs-KG

Cinezeta Internationale Filmproduktionsgesellschaft mbH & Co. 1. Beteiligungs-KG

Grünwald

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

BILANZ

AKTIVA

Euro

Gesamtjahr/Stand
Euro

Euro

Vorjahr
Euro

A. Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

488.988,03

861.247,12

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

405.263,38

856.144,77

2. sonstige Vermögensgegenstände

83.724,65

5.102,35

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

166.010,37

441.555,73

Summe Aktiva

654.998,40

1.302.802,85

PASSIVA

Euro

Gesamtjahr/Stand
Euro

Euro

Vorjahr
Euro

A. Eigenkapital

I. Kapitalanteile Kommanditisten

8.982.124,60

8.831.720,11

II. Verlustvortrag

– 14.589.976,36

– 14.848.275,91

B. Rückstellungen

21.408,00

21.437,00

1. Steuerrückstellungen

21.377,00

21.377,00

2. sonstige Rückstellungen

31,00

60,00

C. Verbindlichkeiten

102.679,93

637.594,81

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

17.624,01

29.150,02

– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 17.624,01 (EUR 29.150,02)

2. sonstige Verbindlichkeiten

85.055,92

608.444,79

– davon aus Steuern EUR 50.453,00 (EUR 574.102,50)

– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 85.055,92 (EUR 608.444,79)

D. Rechnungsabgrenzungsposten

6.138.762,23

6.660.320,84

Summe Passiva

654.998,40

1.302.802,85

ANHANG

für das Geschäftsjahr

vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

1.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Dabei wurden die für alle Kaufleute geltenden Vorschriften der §§ 246 bis 256a HGB beachtet sowie die ergänzenden Vorschriften der §§ 264a HGB i.V.m. §§ 264 bis 288 HGB angewendet.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend den Bestimmungen der §§ 265, 266 und 275 i.V.m. § 264a Abs. 1 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist zutreffend nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kommanditgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 1 HGB i.V.m. § 264a Abs.1 HGB. Sie wendet jedoch freiwillig die Gliederungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung an.

Die mit Prüfungsanordnung vom 13.11.2007 begonnene Betriebsprüfung für den Zeitraum von 2002 bis 2005 wurde mit Bericht über die Außenprüfung vom 23.07.2009 abgeschlossen. Mit der ersten Anschluss-Betriebsprüfung für den Zeitraum von 2006 bis 2010 wurde aufgrund der Prüfungsordnung vom 27.10.2011 am 05.12.2011 begonnen, diese wurde am 17.12.2012 durch den Bericht über die Außenprüfung beendet.

Gegen die aufgrund der Betriebsprüfung ergangenen Bescheide wurde Einspruch eingelegt, das Einspruchsverfahren ist derzeit noch anhängig. Aufgrund der tatsächlichen Verständigung mit dem Finanzamt München vom 24. Juli 2017 wurde dieses Verfahren ruhend gestellt. Die Umsetzung der tatsächlichen Verständigung wird laut Aussage des Finanzamtes nicht vor 2019 nicht abgeschlossen sein.

Die Gesellschaft weist aufgrund der aufgelaufenen bilanziellen Verluste und der getätigten Entnahmen, die zusammen die Kapitaleinlagen der Kommanditistin übersteigen, zum 31.12.2016 einen nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteil der Kommanditistin in Höhe von TEUR 5.608 aus.

Die Bewertung wird trotz der bestehenenden bilanziellen Überschuldung weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen, da die aufgelaufenen Verluste voraussichtlich durch spätere Gewinne und durch die Veräußerung der Filmrechte ausgeglichen werden. Eine wesentlich Ursache für die im Geschäftsjahr bestehende bilanzielle Überschuldung sind die Vorjahreskorrekturen. Dessen ungeachtet haftet die Kommanditistin im Außenverhältnis in Höhe der  getätigten Entnahmen nach § 172 Abs. 4 Nr. 2 HGB, höchstens jedoch bis zu dem Betrag der im Handelsregister eingetragenen Haftsumme.

1.

Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Umlaufvermögen:

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in US-Dollar wurden zum Stichtagskurs in Höhe von 1,0541 umgerechnet und mit dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen:

Die Steuerrückstellung entspricht dem im Zeitpunkt der Bilanzerstellung voraussichtlichen Steueraufwand der Gesellschaft für die Gewerbesteuer 2014.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten:

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Sonstige Angaben

Passiva

Kapitalanteile der Kommanditisten zum 31.12.2016:

Kommanditanteile

Einlagen/Entnahmen

Gewinn-/Verlust

(Festkapital)

(variables Kapital)

konto

Summe

EUR

EUR

EUR

EUR

Stand 01.01.2016

500.000,00

8.073.420,56

-14.589.976,36

-6.016.555,80

Entnahmen

0,00

0,00

KapESt inkl. SolZ

0,00

0,00

Jahresergebnis

408.704,04

408.704,04

Stand 31.12.2016

500.000,00

8.073.420,56

-14.181.272,32

-5.607.851,76

Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamtbetrag

davon mit einer Restlaufzeit

31.12.2016

kleiner 1 Jahr

1 bis 5 Jahre

größer 5 Jahre

EUR

EUR

EUR

EUR

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

17.624,01

17.624,01

0,00

0,00

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

34.602,92

34.602,92

0,00

0,00

Sonstige Verbindlichkeiten

50.453,00

50.453,00

0,00

0,00

Summe

102.679,93

102.679,93

0,00

0,00

Rechnungsabgrenzungsposten:

Der Posten entstand aus zu Beginn der Lizenzvertragslaufzeit vereinnahmten festen

(Mindest-)Vergütungen. Der zugeflossene Erlös in Höhe von EUR 11.214.202,00 wird pro rata temporis über die jeweilige Laufzeit des Lizenzvertrages linear abgegrenzt.

Persönlich haftende Gesellschafter:

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die am 25.06.2013 unter der Nummer HRB 205964 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragene Cine Management GmbH mit Sitz in Grünwald. Deren Stammkapital umfasst EUR 25.000. Sie ist am Gewinn und Verlust der Gesellschaft nicht beteiligt.

Geschäftsführung:

Die Geschäftsführung der Gesellschaft obliegt der Komplementärin. Geschäftsführer der Komplementärin ist Herr Dr. Florian Lechner.

München, den 18. September 2017

Der Geschäftsführer der Cinezeta Internationale Filmproduktionsgesellschaft mbH & Co. 1. Beteiligungs KG

Dr. Florian Lechner

 

München, den 18. September 2017

gez. Dr. Florian Lechner

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 08. Dezember 2017

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