Mauritius (Deutschland) Holding GmbH- über 60 Millionen Euro nicht gedeckter Fehlbetrag in der Bilanz

Zum Unternehmen Mauritius Holding GmbH gehört auch das Unternehmen Kaffee Partner GmbH, wie man der nachfolgenden im Unternehmensregister hinterlegten Bilanz entnehmen kann.Mauritius (Deutschland) Holding GmbH Wallenhorst

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der Mauritius (Deutschland) Holding GmbH Wallenhorst

Die Mauritius (Deutschland) Holding GmbH hält sämtliche Geschäftsanteile an der Kaffee Partner Holding GmbH in Osnabrück, die ihrerseits sämtliche Anteile an der Kaffee Partner GmbH (vormals Ost-Automaten GmbH), der WellTEC GmbH, der Kaffee Partner Service GmbH, der Kaffee Partner Austria GmbH sowie der i-Punkt Handelsgesellschaft mbH hält.

Darüber hinaus gehört die im Vorjahr neu gegründete Kaffee Partner Schweiz AG mit Sitz in Steinhausen, Schweiz, zur Firmengruppe. Die operativen Unternehmen der Kaffee Partner-Gruppe sind im Bereich der automatisierten Getränkeversorgung für mittelständische Unternehmen tätig. Die Kernzielgruppe sind Betriebe mit 3 – 300 Mitarbeitern. Die Umsätze werden durch den Vertrieb von Getränkeautomaten, den dazugehörigen Produkten sowie durch Servicedienstleistungen generiert. Die Geräte werden auf Kauf-, Miet- oder Leasingbasis angeboten. In ihrer Eigenschaft als Konzernmuttergesellschaft erstellt die Mauritius (Deutschland) Holding GmbH den folgenden Konzernlagebericht:

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Allgemeine Angaben zur Geschäftstätigkeit der Kaffee Partner-Gruppe

Die Kaffee Partner GmbH vertreibt Einzeltassen-Frischbrüh-Geräte, für den Direktvertrieb steht ein bundesweites Netz von fest angestellten Investitionsgut-Verkäufern zur Verfügung. Zusätzlich werden den Kunden Füllprodukte wie Kaffee, Kakao, Topping oder Filterband sowie Peripherieartikel wie Milch, Zucker, Porzellan etc. angeboten. Dienstleistungen im Servicebereich, die vom Schwesterunternehmen Kaffee Partner Service GmbH durchgeführt werden, sind ein dritter Umsatzträger der Kaffee Partner GmbH.

Die WellTEC GmbH vertreibt Wasserspender. Da Kaffee und Wasser als Getränke am Arbeitsplatz unmittelbar zusammengehören, ergeben sich zahlreiche Synergieeffekte mit der Kaffee Partner GmbH, die die WellTEC GmbH für sich nutzen kann. So bedient sie sich für den Gerätevertrieb der oben genannten Außendienstorganisation der Kaffee Partner GmbH, hat aber auch einen eigenen Verkaufsaußendienst. Die Servicedienstleistungen werden ebenfalls von den Mitarbeitern der Kaffee Partner Service GmbH durchgeführt.

Die i-Punkt Handelsgesellschaft mbH vertreibt unter dem Markennamen COFFEEMAT und vorwiegend in Zusammenarbeit mit dem Kaffeeröster JACOBS gewerbliche Kaffeemaschinen und die dazugehörigen Füllprodukte wie Kaffee, Kakao, Topping oder Tee. Die Gesellschaft ist schwerpunktmäßig im Großhandelsgeschäft tätig.

Die Kaffee Partner Austria GmbH mit Sitz in Salzburg hat mit fest angestellten Außendienstmitarbeitern sowohl im Verkauf als auch im technischen Service die Aktivitäten der Kaffee Partner-Gruppe ins europäische Ausland ausgeweitet. Der österreichische Markt eignet sich dazu besonders, weil dort ähnlich wie in Deutschland sehr großer Wert auf gute Kaffeequalität gelegt wird.

Ein zweiter Auslandsmarkt wird über die im Vorjahr gegründete Kaffee Partner Schweiz AG mit Sitz in Steinhausen, Schweiz, erschlossen werden. Die Kaffee Partner Schweiz AG beschäftigt ebenfalls fest angestellte Mitarbeiter im Vertriebs- und Serviceaußendienst sowie in der Verwaltung.

Die Kaffee Partner Service GmbH beschäftigt ein bundesweites Netz an Servicetechnikern, die im Auftrag der Kaffee Partner GmbH, der WellTEC GmbH und auch für die i-Punkt Handelsgesellschaft mbH Dienstleistungen wie Montagen, Wartungen oder Instandhaltungen durchführen. Außerdem verfügt sie über eine technische Hotline, die, mit Fachpersonal ausgestattet, technische Beratung telefonisch durchführt. Diese Dienstleistungen werden mit den jeweiligen Schwesterunternehmen abgerechnet.

1.2. Internes Kontroll- und Steuerungssystem

Die Berichtsgesellschaften erstellen jährlich einen Businessplan mit einem Horizont für drei Jahre, unterjährig wird das Budget durch Forecasts ergänzt. Alle wesentlichen Parameter aus diesem Planungsmodell werden mit Hilfe eines umfangreichen monatlichen Berichtswesens regelmäßig überprüft, so dass gewährleistet ist, dass eventuelle Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt werden und zeitnah mögliche Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

1.3. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigste Steuerungsgröße und Kennzahl für die Leistungsfähigkeit der Kaffee Partner-Unternehmensgruppe ist der Geräteabsatz. Mit jedem Gerät lassen sich Verkaufs- bzw. Mieterlöse sowie Produkt- und Serviceerlöse generieren. Nach dem zu verkraftenden Einschnitt im Vertriebsaußendienst im Sommer 2015, konnte die Kaffee Partner-Gruppe durch die gelungene Reorganisation und Stabilisierung des Vertriebs in 2016, das im Vorjahr erzielte zweitbeste Absatzergebnis in der Unternehmensgeschichte nahezu bestätigen.

Ebenso erfreulich ist die Entwicklung der im Direktgeschäft generierten Anfragen. Nachdem bereits im Vorjahr ein deutliches Wachstum zu verzeichnen war, konnte die Anfragenzahl im Berichtsjahr nochmals gesteigert werden. Mit insgesamt fast 70.000 Anfragen wurde der vergleichbare Vorjahreswert um rd. 10% übertroffen. Einerseits ist dies ein Indikator für das enorme Marktpotenzial, andererseits auch ein Hinweis für die Attraktivität des von Kaffee Partner angebotenen Sortiments.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2016 setzt sich der solide wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland fort. In einer Pressemitteilung vom 12. Januar 2017 wird von einem kalender- und preisbereinigten Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 1,8% berichtet, damit lag man leicht über dem Niveau der Vorjahre (1,5% in 2015, 1,6% in 2014). Ausschlaggebend für den Anstieg waren sowohl gestiegene private und staatliche Konsumausgaben als auch erhöhte Investitionen. Der Außenbeitrag (Differenz zwischen Exporten und Importen) hatte mit -0,1% einen leicht negativen Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt.

Auch die Stimmung bei den deutschen Unternehmen entwickelt sich unverändert positiv. In seinem Bericht über den Konjunkturtest im März berichtet das ifo Institut von der besten Beurteilung der aktuellen Geschäftslage seit 2011. Grund für diese Entwicklung sei vor allem eine weiterhin steigende Nachfrage sowie eine aufwärtsgerichtete Preisentwicklung.

Weiterhin positive Entwicklungen lassen sich auf dem Arbeitsmarkt feststellen, die Bundesagentur für Arbeit spricht in ihrem Bericht für das Jahr 2016 von durchschnittlich fast 43,5 Mio. Erwerbstätigen (Vorjahr 43,0 Mio.) und damit über den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung.

2.2. Darstellung der Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsjahre 2015 und 2016 waren Jahre der Konsolidierung und Neuausrichtung. Der deutliche Einschnitt insbesondere im Vertriebsaußendienst im Sommer 2015 führte in der Konsequenz dazu, dass die Auftragseingänge im 2. Halbjahr 2015 auf einem entsprechend niedrigen Niveau lagen. Der Wiederaufbau der Vertriebsorganisation war damit ein Schwerpunkt der Aktivitäten auch im Berichtsjahr 2016. Die erfolgreiche Reorganisation spiegelt sich in der Absatzentwicklung wider. So konnten die Auftragseingänge des 1. und 2. Halbjahres 2016 im Vergleich zum 2. Halbjahr 2015 um durchschnittlich rd. 29% gesteigert werden, wodurch die Kaffee Partner-Gruppe das im Vorjahr erzielte zweitbeste Absatzergebnis in der Unternehmensgeschichte nahezu bestätigen konnte.

Während im Vertrieb von Wasserspendern gegenüber 2015 eine Steigerung von rd. 13% erzielt werden konnte, wurden die Verkaufszahlen des Vorjahres bei den Kaffeeautomaten um knapp 6% verfehlt.

Sowohl die Produkt- als auch die Serviceumsätze liegen annähernd auf dem Niveau von 2015, sodass die Ergebnisabweichung im Vergleich zum Vorjahr nahezu ausschließlich auf die Entwicklung der Geräteumsätze zurückzuführen ist. Hauptursächlich hierfür ist die Neustrukturierung in unserem Refinanzierungsgeschäft, wodurch es zu vorübergehenden Umsatzeinbußen kam. Darüber hinaus sind Kampagnen im Neu- und Bestandskundensegment mit Auswirkungen auf den Geräte- und Finanzierungsmix verantwortlich für diese Entwicklung.

Zur angemessenen Beurteilung der Lage der Gesellschaft ist auch die Betrachtung des eigenen Vertragsbestandes erforderlich, der weiterhin auf einem hohen Niveau liegt. Im eigenen Vertragsbestand spiegeln sich künftige Umsatzpotenziale wider. Erfreulicherweise ist es uns im Berichtsjahr gelungen Kooperationspartner zu gewinnen, mit denen wir künftig auch die in unserem Auslandsgeschäft liegenden Potenziale noch effektiver nutzen können.

Schlussendlich profitiert die Unternehmensgruppe unverändert auch von ihrem hohen Bestandskundengeschäft. Tausende von Getränkeautomaten im Markt generieren regelmäßige Miet-, Produkt- und Serviceumsätze.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1. Ertragslage

Die Geräteumsätze setzen sich zusammen aus den Geräteerlösen, den Mieterlösen und den Erlösen aus Sachanlageverkäufen, die fast ausschließlich aus dem Verkauf von vermieteten Getränkeautomaten bestehen. Bei einem im Vorjahresvergleich nahezu konstanten Absatzvolumen ist der Geräteumsatz im Berichtsjahr um 13,9% zurückgegangen.

Der Produktumsatz ist im Berichtsjahr leicht um 1,6% gesunken. Ursache ist vor allem ein Umsatzrückgang bei der i-Punkt Handelsgesellschaft mbH, während der Produktumsatz im Kerngeschäft bei Kaffee Partner -wie auch in den Vorjahren- leicht gewachsen ist.

Die Serviceumsätze liegen im Berichtsjahr mit einem Anstieg von 0,4% nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Entwicklung des Materialaufwands ist insbesondere durch geringere Aufwendungen für die Rücknahme von Leasinggeräten sowie durch einen veränderten Gerätemix geprägt, sodass die Wareneinsatzquote von 49,6% auf 46,7% gesunken ist.

Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr um 11,7% angestiegen. Neben der höheren Mitarbeiterzahl hat sich hier auch die im Vorjahr nur anteilig zu berücksichtigende deutliche Gehaltsanpassung im Innendienst ausgewirkt.

Wie im Vorjahr entfallen die Abschreibungen mit über 80% auf Firmenwertabschreibungen.

Nach erheblichen Einmalaufwendungen im Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 14,1% zurückgegangen. Wesentliche Bestandteile sind Marketing- und Reisekosten, Fahrzeugkosten, Kosten der Warenabgabe, Rechts- und Beratungskosten sowie Mietaufwendungen.

Die Zinsaufwendungen sind insbesondere durch thesaurierte Zinsen für Gesellschafterdarlehen um 7,2% angestiegen.

2.3.2. Finanzlage

Kapitalstruktur

Vor allem durch erhebliche Firmenwertabschreibungen sind die aus Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen bestehenden Eigenmittel im Vorjahresvergleich gesunken. Die Eigenmittelquote liegt bei soliden 26,7% und damit rd. 8% unter dem Vorjahresniveau.

Insbesondere durch planmäßige Tilgungen der Bankdarlehen konnte das Fremdkapital um 9,1% reduziert werden. Es setzt sich zusammen aus Rückstellungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und übrigen Verbindlichkeiten.

Investitionen

Die Investitionen liegen mit 19,0% deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Hauptsegment der vermieteten Getränkeautomaten wurden 14,7% und im nicht so investitionsintensiven Bereich des sonstigen Anlagevermögens wurden 37,2% weniger Anschaffungen getätigt als im Vorjahreszeitraum.

Liquidität

Der Cashflow vor Zins- und Tilgungsleistungen für die Bankdarlehen lag im Berichtsjahr nach der Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von T€ 5.000 nahezu auf Vorjahresniveau. Zu den Details der Cashflow-Entwicklung verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung.

2.3.3. Vermögenslage

Mit einer Reduzierung der Anlagenintensität von 74,4% im Vorjahr auf nunmehr 71,1% ist die Vermögenslage im Berichtsjahr geprägt durch eine leichte Verschiebung vom langfristig zum kurzfristig gebundenen Vermögen. Die kurzfristig gebundenen Vermögensgegenstände sind unverändert zum Vorjahr in ausreichendem Umfang geeignet die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu bedienen, sodass insoweit eine fristenkongruente Finanzierung gewährleistet ist.

2.4. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Aufgrund einer erfolgreichen Reorganisation der Vertriebsorganisation konnten die Auftragseingänge in 2016 im Vergleich zum 2. Halbjahr 2015 um durchschnittlich rd. 29% gesteigert werden. Insgesamt konnte der prognostizierte Geräteabsatz jedoch nicht erreicht werden. Darüber hinaus haben sich durchgeführte Kampagnen im Neu- und Bestandskundensegment auf den Gerätemix ausgewirkt. Des Weiteren sind vorübergehende Umsatzeinbußen aus der Neustrukturierung unseres Refinanzierungsgeschäftes sowie verschiedene Einmalaufwendungen verantwortlich dafür, dass die ursprünglich budgetierten Umsatz- und Ergebnisziele nicht vollumfänglich erreicht werden konnten.

3. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

3.1. Chancen der künftigen Entwicklung

Wie bereits in der Beschreibung der wesentlichen Leistungsindikatoren (1.3) dargestellt, zeigt das hohe Interesse und Anfragevolumen das im Markt bestehende Potenzial für die künftige Entwicklung auf. Darüber hinaus sehen wir mit dem systematischen Aufbau eines Key-Account-Managements Chancen in attraktiven Marktsegmenten. Zusätzliche Potenziale zur Flankierung des angestrebten Wachstumskurses sehen wir auch in dem Ausbau der eingeschlagenen Internationalisierungsstrategie. Mit der Gründung der Kaffee Partner Schweiz AG wurde im Vorjahr der Eintritt in einen zweiten Auslandsmarkt eingeleitet. Durch diese Expansion wird das Marktpotenzial nochmals vergrößert. Im Zuge der angestrebten Internationalisierungsstrategie befassen wir uns aktuell auch mit einem möglichen Eintritt in den skandinavischen Markt.

3.2. Liquiditäts- und Zinsrisiken

Aus dem operativen Geschäft sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu bedienen. In 2014 wurde für eine Umfinanzierung ein neues Bankdarlehen aufgenommen, insgesamt sind für die Bankdarlehen deutlich günstigere Konditionen vereinbart worden.

Für die Zukunft ist weiterhin davon auszugehen, dass die Bankdarlehen zügig zurückgeführt werden, Liquiditätsrisiken sind bei der Unternehmensgruppe wie auch in der Vergangenheit nicht zu erwarten.

Das Zinsrisiko für die neuen Bankverbindlichkeiten wurde durch abgeschlossene Zinssicherungsgeschäfte (Swaps) minimiert. Angesichts des weiterhin sehr niedrigen Euribor-Niveaus werden keine nennenswerten Risiken für den nicht abgesicherten Teil erwartet.

3.3. Absatzrisiken

Die Kaffee Partner-Unternehmen agieren weiterhin auf einem Erschließungs- und Wachstumsmarkt, wesentliche Absatzrisiken sind nicht zu erkennen. Die nach wie vor deutlich ansteigende Anfragenzahl sowohl im Kaffee- als auch im Wasserbereich dokumentiert den wachsenden Bedarf an einer professionellen Getränkeversorgung in der Zielgruppe der kleinen, mittelständischen und künftig auch großen Unternehmen.

3.4. Beschaffungsrisiken

Sowohl für Kaffee- als auch für Wassergeräte bestehen langfristige Kooperationsverträge mit den jeweiligen Lieferanten, wesentliche Beschaffungsrisiken sind nicht zu erkennen. Im Produktbereich ist es Anfang des Berichtsjahres beim Kaffee nochmals zu leichten Preissenkungen gekommen. Auch bei den Topping-Produkten sind die Preise aufgrund des sinkenden Milchpreises wie erwartet zurückgegangen und der Kakaopreis ist seit längerer Zeit stabil. Chancen und Risiken aus der Entwicklung der Beschaffungspreise der Produkte sind bei der Preiskalkulation angemessen berücksichtigt, so dass auch für diesen Bereich mit keinen wesentlichen Risiken gerechnet werden muss.

3.5. Ausfallrisiken

Das Risiko der Forderungsverluste bei der Kaffee Partner-Gruppe ist aufgrund des Geschäftsmodells niedrig. Da nahezu 90% der Geräte über verschiedene Finanzierungsverträge abgesetzt werden, werden keine großen Forderungen pro Kunde aufgebaut.

Weiterhin gilt, dass die Kaffee Partner-Unternehmensgruppe durch ihre Vielzahl an Kunden und relativ geringe Umsätze je Kunde über eine sehr gute Risikoverteilung über alle Branchen verfügt. Ein erheblicher Teil der Geräte wird an Leasinggesellschaften veräußert, die damit auch einen erheblichen Teil des Risikos übernehmen.

3.6. Gesamtbild der Risikolage

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung gehen wir davon aus, dass die Risiken wie im Vorjahr in der Gesamtbewertung begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand des Konzerns nicht gefährden. Es sind aktuell keine Risiken erkennbar, die zukünftig eine Bestandsgefährdung darstellen könnten. Insgesamt ist die Chancen- und Risikolage im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

4. Prognosebericht

Die europäische Wirtschaft hat sich trotz der zahlreichen Schocks des vergangenen Jahres als widerstandsfähig erwiesen. Die Arbeitslosigkeit und die Haushaltsdefizite gehen zurück. Nach der Einschätzung vieler Experten dürften sich die wirtschaftliche Erholung in allen EU-Mitgliedstaaten und das damit einhergehende Wachstum auch in den Jahren 2017 und 2018 fortsetzen. Allerdings sind diese Aussichten – bedingt unter anderem durch den Kurs der neuen US-Regierung, die Verhandlungen über den Brexit und die in diesem Jahr in vielen Ländern Europas anstehenden Wahlen – mit ungewohnt großer Unsicherheit behaftet.

Diesem europaweit prognostizierten Wachstumskurs folgend, sieht auch die Kaffee Partner-Gruppe optimistisch in die Zukunft. Zur Sicherstellung und Unterstützung der künftigen Entwicklung soll insbesondere die im Berichtsjahr gemeinsam mit den Führungskräften erarbeitete Unternehmensstrategie beitragen. Danach wird profitables Wachstum maßgeblich durch Kundenzufriedenheit, Agilität und Mitarbeiterzufriedenheit angestrebt. Um dies zu erreichen, stehen insbesondere die kundenorientierte – und damit auch digitalisierte – Weiterentwicklung unseres Geräte-, Produkt- und Serviceportfolios sowie die Fortführung der Internationalisierungsstrategie und die Optimierung unserer unternehmensweiten Steuerungs-systeme im Fokus.

Wir gehen davon aus, dass durch die bereits eingeleitete Umsetzung der vorgenannten Unternehmensstrategie die künftige Entwicklung nachhaltig positiv gestaltet wird und bereits im laufenden Geschäftsjahr 2017 zweistellige Zuwachsraten sowohl im Absatz und Umsatz als auch im Ergebnis zu verzeichnen sind. Das operative Ergebnis wird sich voraussichtlich deutlich verbessern.

 

Osnabrück, 28. April 2017

Mauritius (Deutschland) Holding GmbH, Wallenhorst

Betriebswirt lic. Oec. HSG Daniel Flaig, Geschäftsführer

Betriebswirt lic. Oec. HSG Marc Battenfeld, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016
31.12.2015
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 808.289,55 963.281,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 65.809.843,38 79.412.648,70
66.618.132,93 80.375.929,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 209.034,24 246.169,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.077,60 11.850,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.980.458,43 7.230.731,84
7.199.570,27 7.488.751,70
73.817.703,20 87.864.681,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.230.959,23 5.287.136,71
2. Waren 8.444.915,71 8.587.133,38
14.675.874,94 13.874.270,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.853.109,50 7.716.022,44
2. Forderungen gegen Gesellschafter 86.169,00 86.169,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 891.952,75 1.777.757,23
7.831.231,25 9.579.948,67
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.782.743,11 6.380.955,44
29.289.849,30 29.835.174,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 705.841,63 402.635,41
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 60.466.588,52 41.178.740,83
164.279.982,65 159.281.231,95

Passiva

31.12.2016
31.12.2015
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 44.248,00 44.248,00
II. Kapitalrücklage 20.445.337,60 20.445.337,60
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -17.408,48 4.235,93
IV. Konzernverlustvortrag -61.672.562,36 -46.161.424,25
V. Konzernjahresfehlbetrag -19.266.203,28 -15.511.138,11
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 60.466.588,52 41.178.740,83
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 119.133,00 117.445,00
2. Steuerrückstellungen 605.739,65 738.821,48
3. Sonstige Rückstellungen 4.119.235,00 5.914.645,00
4.844.107,65 6.770.911,48
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62.056.568,23 68.056.568,23
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.751.174,74 7.236.515,96
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 88.203.759,35 75.584.225,64
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.390.681,95 1.582.530,71
159.402.184,27 152.459.840,54
D. Rechnungsabgrenzungsposten 33.690,73 50.479,93
164.279.982,65 159.281.231,95

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

2016
2015
1. Umsatzerlöse 46.359.337,21 48.139.852,61
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 727.949,15 734.187,12
3. Sonstige betriebliche Erträge 34.111.018,29 38.608.748,56
4. Materialaufwand
Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.173.065,35 23.820.254,29
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 491.414,40 62.066,48
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 22.904.823,24 20.865.214,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.255.376,49 3.444.332,38
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 16.438.407,31 16.172.877,26
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 22.268.330,43 25.920.036,93
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.149,44 32.764,19
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.889.027,21 10.158.123,07
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.899.973,57 2.491.557,84
11. Ergebnis nach Steuern -19.110.963,91 -15.418.910,72
12. Sonstige Steuern 155.239,37 92.227,39
13. Konzernjahresfehlbetrag -19.266.203,28 -15.511.138,11

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

A. Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss der Mauritius (Deutschland) Holding GmbH (Amtsgericht Osnabrück, HR B-Nr. 205355) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 wurde gem. den §§ 290 ff. HGB unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

Im Interesse der Klarheit und besseren Übersichtlichkeit haben wir die bei den Posten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden davon-Vermerke im Anhang aufgeführt.

Für die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Durch die Erstanwendung der Vorschriften des am 23. Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) ändern sich die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Ausweismethoden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Im Einzelnen werden durch BilRUG die in den Gliederungsschemata zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Posten „außerordentliche Erträge“ und „außerordentliche Aufwendungen“ sowie dementsprechend die Zwischenergebnisse „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ und „außerordentliches Ergebnis“ gestrichen. Eine weitere Änderung der GuV-Gliederungsschemata ist die Einfügung eines Zwischenergebnisses „Ergebnis nach Steuern“ zwischen dem Posten „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ und dem Posten „sonstige Steuern“. Diesbezüglich wurde eine entsprechende Anpassung der Vorjahresbeträge gemäß Art. 75 Abs. 2 EGHGB vorgenommen.

B. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst zum Konzernbilanzstichtag neben der Mauritius (Deutschland) GmbH als Muttergesellschaft folgende Gesellschaften, bei denen Stimmrechtsmehrheit (mittelbar oder unmittelbar) der Mauritius (Deutschland) Holding GmbH besteht:

Name des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital
(in %)
Kaffee Partner Holding GmbH Osnabrück 100
Kaffee Partner GmbH Osnabrück 100
WellTEC GmbH Osnabrück 100
Kaffee Partner Service GmbH Osnabrück 100
i-Punkt Handelsgesellschaft mbH Osnabrück 100
Kaffee Partner Austria GmbH Salzburg/Österreich 100
Kaffee Partner Schweiz AG Steinhausen/Schweiz 100

C. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung ist nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwerts mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens erfolgt. Die Erstkonsolidierung der Kaffee Partner Austria GmbH erfolgte auf den Tag ihrer Gründung in 2013. Die Erstkonsolidierung der Kaffee Partner Schweiz AG erfolgte auf den Tag ihrer Gründung in 2015. Die Erstkonsolidierung der übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte zum 31. Mai 2010.

Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Unterschiedsbeträge werden auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Zwischenergebnisse werden nach § 304 Abs. 2 HGB aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht eliminiert.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wird gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und anderer Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der empfangenen Konzernunternehmen durchgeführt.

Auf Konsolidierungsmaßnahmen, die zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen führen, werden latente Steuern nach § 306 HGB abgegrenzt, wenn sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, und soweit es sich nicht um einen nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrag handelt. Steuerbe- und -entlastungen werden stets miteinander verrechnet.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte werden im Konzernabschluss in der gleichen Weise ausgeübt wie in den Einzelabschlüssen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung bewertet. Die in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Zugänge von beweglichen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Einzelanschaffungswert bis zu € 410,00 werden in voller Höhe abgeschrieben.

Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten. Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird bei der Bewertung beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nominalwert (Anschaffungskosten) bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Neben den aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden Steuerabgrenzungen werden latente Steuern im Jahresabschluss auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf Folgejahre vortragsfähige Zinsaufwendungen insoweit gebildet, als dadurch für die jeweilige Gesellschaf ein Passivüberhang reduziert wird. Aktive und passive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 3 HGB stets saldiert ausgewiesen. Eine sich als Abrechnungsspitze ergebende aktive latente Steuer wird in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB grundsätzlich nicht angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den anteiligen Auszahlungen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Zum 17. März 2016 ist das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften in Kraft getreten. Die Gesellschaft hat für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2016 den durchschnittlichen Marktzinssatz (4,00 %) der vergangenen zehn Geschäftsjahre verwendet. Darüber hinaus wird in einer Nebenrechnung weiterhin eine Bewertung mit dem Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz (3,22 %) durchgeführt. Der Unterschiedsbetrag zwischen beiden Wertansätzen beträgt T€ 16. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde ein Gehaltstrend von 4,00 % sowie ein Rententrend von 0,00 % unterstellt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Enthaltene Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Zinsrisiken wurden Vermögensgegenstände, Schulden und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzinstrumenten unter der Anwendung der Einfrierungsmethode zusammengefasst (Bewertungseinheiten).

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den anteiligen Einnahmen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für Folgejahre darstellen, bewertet.

E. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Posten der Bilanz

1. Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Konzernanlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

2. Geschäfts-/Firmenwert

Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte (T€ 65.810) resultieren aus der Kapitalkonsolidierung und haben sich im Geschäftsjahr folgendermaßen entwickelt:

01.01.2016 Abschreibung 31.12.2016
79.413 -13.603 65.810

Die Firmenwerte werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer zwischen 11 und 13 Jahren abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer wurde anhand der längsten Laufzeit der im Rahmen des Beteiligungserwerbs eingegangenen Verpflichtungen unter Berücksichtigung der Stabilität der Branche, in denen die konsolidierten Tochtergesellschaften tätig sind, nach vernünftig kaufmännischer Beurteilung geschätzt.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit
unter einem Jahr
über einem Jahr
Gesamt
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.853.109,50 0,00 6.853.109,50
(Vorjahr) (7.716.022,44) (0,00) (7.716.022,44)
Forderungen gegen Gesellschafter 86.169,00 0,00 86.169,00
(Vorjahr) (86.169,00) (0,00) (86.169,00)
Sonstige Vermögensgegenstände 830.434,75 61.518,00 891.952,75
(Vorjahr) (1.683.204,83) (94.552,40) (1.777.757,23)
7.769.713,25 61.518,00 7.831.231,25
(Vorjahr) (9.485.396,27) (94.552,40) (9.579.948,67)

Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich im wie im Vorjahr um Forderungen aus dem allgemeinen Verrechnungsverkehr.

4. Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen bei der Pensionsrückstellung und sonstigen Rückstellungen sowie bei dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten unter Berücksichtigung eines Gesamtertragsteuersatzes in Höhe von 30,7 %. Weitere aktive latente Steuern ergeben sich unter Anwendung eines Gesamtertragsteuersatzes in Höhe von 26,9 % aus dem Zinsvortrag. Der Überhang der aktiven latenten Steuern wurde entsprechend § 274 Abs. 1 S. 1 HGB nicht angesetzt. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen haben sich nicht ergeben.

5 . Eigenkapital

Der Konzern-Eigenkapitalspiegel wird gemäß DRS 7 in der Anlage dargestellt.

6 . Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
über ein Jahr
bis zu einem Jahr
davon zwischen einem und fünf Jahren
davon mehr als fünf Jahre
gesamt
ge sicherte Beträge
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.500.000,00 52.556.568,23 0,00 62.056.568,23 62.057
(Vorjahr) (7.500.000,00) (60.556.568,23) (0,00) (68.056.568,23) (68.057)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.751.174,74 0,00 0,00 6.751.174,74
(Vorjahr) (7.236.515,96) (0,00) (0,00) (7.236.515,96)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 88.203.759,35 88.203.759,35
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (75.584.225,64) (75.584.225,64)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.390.681,95 0,00 0,00 2.390.681,95
(Vorjahr) (1.582.530,71) (0,00) (0,00) (1.582.530,71)
18.641.856,69 52.556.568,23 88.203.759,35 159.402.184,27 62.057
(Vorjahr) (16.319.046,67) (60.556.568,23) (75.584.225,64) (152.459.840,54) (68.057)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten Verbindlichkeiten:

aus Steuern: € 1.439.183,09 (Vorjahr: € 1.071.424,45)

im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 370.156,93 (Vorjahr: € 38.684,78)

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um verzinsliche Darlehensverbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

Verpfändung sämtlicher Bankguthaben,

Verpfändung sämtlicher Geschäftsanteile an der:

Kaffee Partner GmbH, Osnabrück,

WellTEC GmbH, Osnabrück,

Kaffee Partner Service GmbH, Osnabrück und

i-Punkt Handelsgesellschaft mbH, Osnabrück,

Sicherungsabtretung von Ansprüchen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen (Globalzession), aus Versicherungen und von geistigen Eigentumsrechten der Kaffee Partner Holding GmbH, der Kaffee Partner GmbH, der WellTEC GmbH, der Kaffee Partner Service GmbH und der i-Punkt Handelsgesellschaft mbH,

Sicherungsabtretung von Mietansprüchen der Kaffee Partner GmbH,

Sicherungsabtretung von Ansprüchen aus Zinssicherungsgeschäften der Kaffee Partner Holding GmbH,

Sicherungsabtretung von Ansprüchen aus einem Geschäftsanteilsübertragungsvertrag (SPA) und Gutachten der Kaffee Partner Holding GmbH,

Sicherungsabtretung von Ansprüchen aus Konzerndarlehensverträgen der Mauritius (Deutschland) Holding GmbH, der Kaffee Partner Holding GmbH, der Kaffee Partner GmbH, der WellTEC GmbH, der Kaffee Partner Service GmbH und der i-Punkt Handelsgesellschaft mbH,

Sicherungsübereignung beweglicher Gegenstände der Kaffee Partner Holding GmbH, der Kaffee Partner GmbH, der WellTEC GmbH, der Kaffee Partner Service GmbH und der i-Punkt Handelsgesellschaft mbH.

II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2016
T€
2015
T€
Geräte 2.983 3.613
Miete/Mietleasing/Benutzervereinbarung 5.640 6.337
Produkte 26.970 27.420
Service 9.525 9.485
Sonstiges 1.458 1.508
Erlösminderungen -217 -223
46.359 48.140

Die Umsatzerlöse werden zu 95,4 % Inland und zu 4,6% im Ausland erzielt. Der Konzern vertreibt Automaten zur Heiß- und Kaltgetränkeversorgung und bietet die damit zusammenhängenden Servicedienstleistungen und Produkte an.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von T€ 32.047 (Vorjahr T€ 37.488) enthalten. Darüber hinaus sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.268 (Vorjahr T€ 368) ausgewiesen. Es handelt sich insbesondere um Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen.

3 . Personalaufwendungen

In den Personalaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen, die zugleich von außergewöhnlicher Größenordnung sind, aus Nachzahlungen infolge von Lohnsteuer- und Sozialversicherungsprüfungen, in Höhe von T€ 499 (Vorjahr T€ 0) enthalten.

Im Gesamtbetrag der Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung enthalten in Höhe von T€ 76 (Vorjahr T€ 75).

4 . Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1.032 (Vorjahr T€ 786), die im Wesentlichen Forderungsverluste betreffen.

5 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen (Gesellschafter) in Höhe von T€ 7.620 (Vorjahr T€ 6.871) enthalten. Des Weiteren werden Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T€ 50 (Vorjahr T€ 56) sowie aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 5 (Vorjahr T€ 4) ausgewiesen.

6 . Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuererträge für Vorjahre in Höhe von T€ 5 (Vorjahr T€ 11) sowie Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von T€ 266 (Vorjahr T€ 104) enthalten.

7 . Sonstige Steuern

In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 119 (Vorjahr T€ 8) enthalten.

III. Konzern-Kapitalflussrechnung

In der Konzern-Kapitalflussrechnung werden im Cashflow aus der Investitionstätigkeit Einzahlungen aus Abgängen von Miet- und Leasinggeräten in Höhe von T€ 32.047 erfasst, welche betriebswirtschaftlich dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zuzuordnen sind.

F. Sonstige Pflichtangaben

I. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- Pacht- und Leasingverträgen sowie sonstigen Verträgen mit folgenden geschätzten Belastungen:

Art der finanziellen Verpflichtung 1. Jahr
T€
2.-4. Jahr
T€
jährlich ab dem 5. Jahr
T€
Verpflichtung aus Miet-/Pachtverträgen über das unbewegliche Sachanlagevermögen 1.354 4.061 1.354
Verpflichtungen aus Miet-/Leasingverträgen von Gegenständen des beweglichen Anlagevermögens 697 375 0
Verpflichtungen aus sonstigen Verträgen 75 63 0
2. 126 4. 499 1.3 54

I I. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 468 Mitarbeiter beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

III . Organe der Gesellschaft

Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind bestellt:

Betriebswirt lic. Oec. HSG Daniel Flaig, Zug/Schweiz

(Partner und Mitglied des Verwaltungsrates der Capvis Equity Partners AG)

Betriebswirt lic. Oec. HSG Marc Battenfeld, Zollikon/Schweiz

(Partner der Capvis Equity Partners AG)

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge.

I V. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr beträgt T€ 70 für Abschlussprüferleistungen, T€ 3 für sonstige Bestätigungsleistungen sowie T 85 für Steuerberaterleistungen.

V. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die Gesellschafterin des Mutterunternehmens hat ein langfristiges Darlehen gewährt. Der Darlehensbetrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 88.204, die auf das Geschäftsjahr 2016 entfallenden Zinsen auf T€ 7.620.

VI . Finanzinstrumente

Es bestehen folgende Zinssicherungsgeschäfte, um einen Teil der unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Darlehensverbindlichkeiten (T€ 62.057; Laufzeit bis 24. Oktober 2018) gegen Zinsänderungsrisiken abzusichern.

Laufzeit bis Umfang
T€
beizulegender Wert
T€
Zinsswap 30.6.2017 20.500 -48
Zinsswap 30.6.2017 20.500 -49
4 1 .000 – 9 7

Grund- und Sicherungsgeschäft bilden wirtschaftlich eine Bewertungseinheit in Form von Mikrohedges. Die gegenläufigen Wertänderungen gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäfte demselben Risiko (Zinsänderungsrisiko) ausgesetzt sind. Der Ausgleich der gegenläufigen Zahlungsströme erfolgt über die Laufzeit der Zinssicherungsgeschäfte.

Zum Abschlussstichtag entspricht die Höhe der mit der gebildeten Bewertungseinheit abgesicherten Risiken dem Marktwert des Sicherungsgeschäfts, dementsprechend wurde auf die Bildung einer Drohverlustrückstellung verzichtet. Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wurde prospektiv und wird laufend nach der Critical-Terms-Match-Methode festgestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden (Barwert-Modell) unter Berücksichtigung der am Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (insbesondere Zinsstrukturkurven) ermittelt. Zur bilanziellen Abbildung der effektiven Teile der gebildeten Bewertungseinheit wird die sogenannte Einfrierungsmethode angewendet.

VII. Angaben gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Folgende Gesellschaften sind von der Verpflichtung der Offenlegung (§§ 325 ff. HGB) gemäß § 264 Abs. 3 HGB befreit:

Kaffee Partner Holding GmbH, Osnabrück

Kaffee Partner GmbH, Osnabrück

WellTEC GmbH, Osnabrück

Kaffee Partner Service GmbH, Osnabrück

i-Punkt Handelsgesellschaft mbH, Osnabrück

Die Kaffee Partner GmbH hat unter Anwendung von § 264 Abs. 3 HGB auf die Erstellung eines Lageberichtes verzichtet.

VIII. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres sind bis zur Aufstellung dieses Konzernabschlusses nicht eingetreten.

 

Wallenhorst, 28. April 2017

Mauritius (Deutschland) Holding GmbH Wallenhorst

Betriebswirt lic. Oec. HSG Daniel Flaig, Geschäftsführer

Betriebswirt lic. Oec. HSG Marc Battenfeld, Geschäftsführer

Konzern-Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2016

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2016
Zugänge
Abgänge
Währungsdifferenzen 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.202.363,50 434.710,82 0,00 732,50 4.637.806,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 192.307.245,96 0,00 0,00 0,00 192.307.245,96
196.509.609,46 434.710,82 0,00 732,50 196.945.052,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 644.775,25 0,00 0,00 0,00 644.775,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.716,44 0,00 0,00 0,00 18.716,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.323.512,62 11.123.816,87 10.389.764,51 1.895,88 12.059.460,86
11.987.004,31 11.123.816,87 10.389.764,51 1.895,88 12.722.952,55
208.496.613,77 11.558.527,69 10.389.764,51 2.628,38 209.668.005,33
Abschreibungen
01.01.2016
Zugänge
Abgänge
Währungsdifferenzen
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.239.082,39 589.900,77 0,00 534,11 3.829.517,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 112.894.597,26 13.602.805,32 0,00 0,00 126.497.402,58
116.133.679,65 14.192.706,09 0,00 534,11 130.326.919,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 398.605,63 37.135,38 0,00 0,00 435.741,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.866,20 1.772,64 0,00 0,00 8.638,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.092.780,79 2.206.793,20 1.223.473,50 2.901,94 5.079.002,43
4.498.252,62 2.245.701,22 1.223.473,50 2.901,94 5.523.382,28
120.631.932,27 16.438.407,31 1.223.473,50 3.436,05 135.850.302,13
Buchwerte
31.12.2016
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 808.289,55 963.281,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 65.809.843,38 79.412.648,70
66.618.132,93 80.375.929,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 209.034,24 246.169,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.077,60 11.850,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.980.458,43 7.230.731,84
7.199.570,27 7.488.751,70
73.817.703,20 87.864.681,51

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

2016
T€
2015
T€
1. Konzernjahresfehlbetrag -19.266 -15.511
2. Abschreibungen auf das Anlagevermögen 16.438 16.173
3. Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen -1.736 624
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -21 0
5. Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -32.047 -37.488
6. Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 968 937
7. Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -202 -1.389
8. Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 306 4.243
9. Auszahlungen im Zusammenhang mit der Übertragung von Pensionsverpflichtungen 0 -3.201
10. Zinsaufwendungen/Zinserträge 10.878 10.125
11. Erhaltene Zinsen 11 24
12. Gezahlte Zinsen -182 0
13. Ertragsteueraufwand 1.900 2.492
14. Ertragsteuerzahlungen -1.300 -2.824
15. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -24.253 -25.795
16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens/immateriellen Anlagevermögens 40.246 46.740
17. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -11.124 -13.878
18. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -435 -384
19. Cashflow aus der Investitionstätigkeit 28.687 32.478
20. Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankdarlehen 5.000 0
21. Auszahlungen für die Tilgung von Bankdarlehen -7.500 -6.503
22. Zinszahlungen -3.035 -3.217
23. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.535 -9.720
24. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -1.101 -3.036
25. Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 3 0
26. Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode 6.381 9.417
27. Finanzmittelbestand am Ende der Periode 5.283 6.381
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
Liquide Mittel
Kassenbestand, Kontokorrentforderungen an Kreditinstitute 6.783 6.381
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -1.500 0
5.283 6.381

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2016

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
Eigenkapital
Stand am 31.12.2014 44.248,00 20.445.337,60 -46.161.424,25 0,00 -25.671.838,65
Konzerjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -15.511.138,11 0,00 -15.511.138,11
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 4.235,93 4.235,93
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 -15.511.138,11 0,00 -15.511.138,11
Stand am 31.12.2015 44.248,00 20.445.337,60 -61.672.562,36 4.235,93 -41.178.740,83
Konzerjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -19.266.203,28 0,00 -19.266.203,28
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 -21.644,41 -21.644,41
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 -19.266.203,28 0,00 -19.266.203,28
Stand am 31.12.2016 44.248,00 20.445.337,60 -80.938.765,64 -17.408,48 -60.466.588,52
Eigenkapital gemäß Konzernbilanz/ Konzerneigenkapital
Stand am 31.12.2014 -25.671.838,65
Konzerjahresfehlbetrag -15.511.138,11
Währungsumrechnung 4.235,93
Konzerngesamtergebnis -15.511.138,11
Stand am 31.12.2015 -41.178.740,83
Konzerjahresfehlbetrag -19.266.203,28
Währungsumrechnung -21.644,41
Konzerngesamtergebnis -19.266.203,28
Stand am 31.12.2016 -60.466.588,52

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Mauritius (Deutschland) Holding GmbH, Wallenhorst, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Osnabrück, den 3. Mai 2017

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

André Knufmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Marina Weinberger, Wirtschaftsprüferin

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