Mit Containern sind bei Anlegern keine Geschäfte mehr zu machen

Das muss man nach den erneuten Insolvenzanmeldungen von 2 weiteren P&R Gesellschaften nicht mehr mit einem Fragezeichen versehen, sondern kann eigentlich den Satz mit einem Ausrufezeichen beenden. Es ist eine gigantische Pleite mit einem Umfang von bis zu 3,5 Milliarden Euro. Wie hoch der Schaden für die Anleger sein wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

Was allerdings extrem Irritierend an diesem Verfahren ist, das alle Verfahren in die Hand einer Kanzlei gelegt wurden. Diesen Vorgang alleine muss man sicherlich dann schon kritisch sehen, denn was machen die jeweiligen Insolvenzverwalter in der Kanzlei Jaffe, wenn es Ansprüche gegenüber der jeweils anderen insolventen Gesellschaft gibt?  Ob das zuständige Münchner Amtsgericht darüber bei der Vergabe der Insolvenzverfahren nachgedacht hat? Nun, von großer Klugheit zeugt die Entscheidung nicht. Diese Entscheidung wird dann eher zu öffentlichen Diskussionen in den Medien führen.

Natürlich weckt diese Entscheidung auch Vorbehalte und Bedenken bei den möglicherweise geschädigten Anlegern. Wir haben dazu ein kurzes Gespräch mit Rechtsanwalt Frank Rüdiger Scheffler von der Kanzlei www.tiefenbacher.de  aus Chemnitz geführt.

Rechtsanwalt Frank Rüdiger Scheffler war einer der 7 Insolvenzverwalter (SIEBEN !!) im Infinus Verfahren, dessen Umfang ungefähr bei der Hälfte des jetzigen Vorgangs liegt. Rechtsanwalt Frank Rüdiger Scheffler sieht dabei die Entscheidung des Amtsgerichtes München auch dann eher kritisch. „Einen Gefallen hat man sich damit nicht getan“, so Frank Rüdiger Scheffler.

Jetzt sind Fachanwälte für das Fachgebiet „Insolvenzrecht“ gefordert die möglicherweise geschädigten Anleger zu vertreten, denn es muss „Waffengleichheit“ vom Fachwissen her zwischen dem Insolvenzverwalter, und dem Rechtsanwalt der Anleger hergestellt werden. Man muss auf jeden Fall sehr viel Augenmerk auf den gesamten Vorgang legen so Rechtsanwalt Frank Rüdiger Scheffler.

Das Thema P&R Container hat mittlerweile aber auch erhebliche Auswirkungen auf den gesamten „Container Investmentmarkt“, denn nicht nur Anleger sind Vorsichtig nach den Nachrichten aus dem Hause P&R Container, sondern natürlich auch die Vermittler die bisher solche Containerinvestments an ihre Kunden angeboten hatten.

Genau diese Vermittler sind derzeit auch Zielscheibe der sogenannten Anlegerschutzanwälte, die die Inanspruchnahme der Vermittler wegen einer möglichen Falschberatung, mit in den Vordergrund stellen bei ihrer Werbung um Mandate.

Eine Mandatswerbung in dieser Form sehen wir dann doch sehr kritisch, so Thomas Bremer vom Internetblog www.verbraucherschutzforum.berlin. Hier heiligt der Zweck dann möglicherweise nicht einmal die Mittel, denn wie oft kann man einen Vermittler verklagen bis er nicht mehr in der Lage ist, dann möglicherweise verlorene Verfahren, auch bezahlen zu können aus seinem Vermögen.

Wer sich diese Frag beantwortet weiß was das Verklagen eines Vermittlers im Regelfall bringen wird, wenn es dann einen tatsächlichen Ansatzpunkt für eine Klage geben sollte.

 

Ob sich der Containerinvestmentmarkt in absehbarer Zeit oder jemals erholen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Kommentar hinterlassen